Bildung und Erziehung

Bildung und Erziehung

Bildung in den ersten drei Lebensjahren ist in erster Linie Selbstbildung. Diese kann nicht vermittelt werden – sie wird vom Kind eigenständig gelebt. Pädagogisches Handeln im Alltag bedeutet vor allem: aufmerksame Beobachtung und Dokumentation. Aus den gewonnenen Erkenntnissen über das Kind leiten pädagogische Fachkräfte Unterstützungsangebote ab – ohne dem Kind jedoch Handlungen abzunehmen oder sie aufzudrängen.

Autonome Bewegungsentwicklung

Lernen beginnt mit Bewegung. Autonom bedeutet: selbst entscheiden. Kinder, die sich selbstständig bewegen dürfen und uneingeschränkt üben können, entwickeln ein sicheres Körpergefühl, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit.

In den ersten beiden Lebensjahren erwirbt das Kind die grundlegenden Bewegungsmuster, die später weiter verfeinert und differenziert werden.

Das Kind lernt dabei:

  • sich selbstständig mit etwas zu beschäftigen

  • eigene Interessen zu entdecken

  • zu probieren und zu experimentieren

  • sich ungestört und ausdauernd zu konzentrieren

  • Schwierigkeiten und Herausforderungen selbst zu meistern

  • zunehmend unabhängiger zu werden

  • Gesetzmäßigkeiten der Welt zu erkennen

  • eigene Fähigkeiten und Grenzen einzuschätzen

  • durch geduldiges und ausdauerndes Probieren innere Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Lebensfreude zu erleben

Eltern unterstützen diese Entwicklung, indem sie ihrem Kind Kleidung ermöglichen, die Bewegungsfreiheit zulässt und leicht an- und auszuziehen ist – eine wichtige Voraussetzung für Selbstständigkeit und Bewegungsfreude in der KiTa.

Barfußlaufen – auch für Kinderfüße wichtig! Es fördert Bewegungsfreiheit, ermöglicht intensiven Bodenkontakt und sorgt für eine Vielzahl wertvoller Sinneseindrücke.

Freies Spiel

Das freie Spiel nimmt im Tagesablauf den größten Teil der Zeit ein. Freispiel bedeutet, dass das Kind sich ganz seinem eigenen Zeitmaß, seinen Interessen und seiner Umgebung widmen kann. Spiel ist – besonders für die Jüngsten – immer auch Lernen.

Die pädagogischen Fachkräfte gestalten die Spielumgebung so, dass sie Sicherheit bietet und zugleich Raum für Herausforderungen und Weiterentwicklung lässt. Sie setzen regelmäßig neue Impulse im gestalterischen, künstlerischen und musischen Bereich: z. B. Malen, Kneten, Erleben von Wasser, Sand oder Matsch mit allen Sinnen sowie gemeinsames Musizieren.

… mehr in der ausführlichen Konzeption der Siebachwichtel: